SMTP Auth 365 Connector – SMTP-/POP3-Anbindung für Microsoft 365
Überblick
SMTP Auth 365 Connector verbindet ältere Anwendungen und Mailprogramme mit Microsoft 365. Die angebundene Anwendung kann weiterhin klassisches SMTP AUTH für den Versand und POP3 für den Abruf verwenden. Die Kommunikation mit Microsoft 365 erfolgt sicher über OAuth2 und Microsoft Graph.
Ältere Anwendung
│
├── SMTP AUTH ──► SMTP Auth 365 Connector ──► Microsoft Graph ──► Versand
│
└── POP3 ◄────── SMTP Auth 365 Connector ◄── Microsoft Graph ◄── Posteingang
Es wird keine SMTP- oder POP3-Anmeldung mit einem Microsoft-365-Kennwort durchgeführt. Der Connector verwendet stattdessen eine eigene Anwendung in Microsoft Entra ID.
Leistungsumfang
- SMTP AUTH mit
AUTH LOGINundAUTH PLAIN - POP3-Zugriff auf Microsoft-365-Postfächer
- OAuth2-Anmeldung über Microsoft Entra ID
- Versand und Abruf über Microsoft Graph
- Dynamisches Absendepostfach anhand der
From:-Adresse - Ablage versendeter Nachrichten im richtigen Ordner Gesendete Elemente
- Versand großer Nachrichten und Anhänge
- Persistente Warteschlange mit automatischen Wiederholungsversuchen
- Rückgabe dauerhaft unzustellbarer Ausgangsmails über POP3
- Eigene POP3-/SMTP-Benutzer mit individuellem Kennwort und Kontosperre
- Optionale Mail-Steuerfelder mit INI-Ausgabe und nachgelagerter Aktion
- Optionales STARTTLS für SMTP und POP3
- Freigabe nach Client-IP, Absenderadresse, Absenderdomain und POP3-Postfach
- Verschlüsselte Speicherung von Kennwort und Client Secret
- Windows-Dienst für den unbeaufsichtigten Betrieb
- Grafische Oberfläche für Konfiguration, Status und Live-Protokoll
Voraussetzungen
- Unterstütztes Windows-Client- oder Windows-Server-Betriebssystem
- .NET Framework 4.8
- Microsoft-365-Mandant mit Exchange Online
- Berechtigung zum Erstellen einer App-Registrierung in Microsoft Entra ID
- Administratorzustimmung für die benötigten Microsoft-Graph-Berechtigungen
- Lokale Windows-Administratorrechte für die Dienstinstallation
- Ausgehender HTTPS-Zugriff auf Port 443
- Zugriff auf folgende Ziele:
login.microsoftonline.com
graph.microsoft.com
outlook.office.com
outlook.office.com wird insbesondere für von Microsoft Graph bereitgestellte
Upload-Adressen bei großen Anhängen benötigt.
Vorbereitung in Microsoft 365
App-Registrierung anlegen
- Öffnen Sie das Microsoft Entra Admin Center.
- Wechseln Sie zu Identität → Anwendungen → App-Registrierungen.
- Erstellen Sie eine neue, nur für den eigenen Mandanten vorgesehene Anwendung.
- Verwenden Sie beispielsweise den Namen
SMTP Auth 365 Connector. - Notieren Sie die Anwendungs-ID (Client-ID).
- Notieren Sie die Verzeichnis-ID (Tenant-ID).
- Öffnen Sie Zertifikate und Geheimnisse.
- Erstellen Sie ein neues Client Secret.
- Notieren Sie sofort den angezeigten Secret-Wert.
Der Secret-Wert kann im Microsoft-Portal später nicht erneut angezeigt werden. Hinterlegen Sie außerdem einen internen Termin zur rechtzeitigen Erneuerung vor dem Ablaufdatum.
Microsoft-Graph-Berechtigungen vergeben
Fügen Sie unter API-Berechtigungen folgende Microsoft Graph-Anwendungsberechtigungen hinzu:
| Berechtigung | Verwendung |
|---|---|
Mail.Send |
Nachrichten aus einem Microsoft-365-Postfach versenden |
Mail.ReadWrite |
POP3-Abruf sowie Erstellen und Senden großer Nachrichten |
Erteilen Sie anschließend die Administratorzustimmung für den Mandanten. Ohne Administratorzustimmung kann der Connector nicht auf die Postfächer zugreifen.
Microsoft-Dokumentation zu Graph-Berechtigungen
Zugriff auf Postfächer begrenzen
Die Graph-Anwendungsberechtigungen können standardmäßig Zugriff auf alle Postfächer des Mandanten ermöglichen. Für einen möglichst kleinen Berechtigungsumfang empfiehlt sich Role Based Access Control for Applications in Exchange Online.
Microsoft-Dokumentation zu Application RBAC
Die Einrichtung von Exchange Application RBAC sollte durch die zuständige Microsoft-365-Administration erfolgen. Wichtig ist, dass die für SMTP und POP3 benötigten Postfächer vollständig im gewählten Bereich enthalten sind.
Sicherheitshinweis: Berechtigungen aus Microsoft Entra ID und Exchange Application RBAC können additiv wirken. Lassen Sie die endgültige Berechtigungskonfiguration durch die Microsoft-365-Administration prüfen.
Installation
Programmdateien bereitstellen
- Kopieren Sie den vollständig gelieferten Programmordner an seinen endgültigen Speicherort.
- Verwenden Sie einen eigenen Ordner, beispielsweise:
C:\SMTPAuth365Connector
- Verschieben oder löschen Sie diesen Ordner nach der Dienstinstallation nicht.
- Starten Sie
SMTPAuth365Connector.exefür die erstmalige Einrichtung mit Als Administrator ausführen.
Die Dienstinstallation verwendet genau die EXE am aktuellen Speicherort. Eine zusätzliche Kopie der Anwendung wird nicht angelegt.
Vorhandene Installation kopieren oder verschieben
Kennwörter und Client Secret sind nicht in der EXE oder ihrer Konfigurationsdatei enthalten. Sie liegen standardmäßig in folgenden verschlüsselten Dateien:
<Datenpfad>\Secrets\smtp-password.bin
<Datenpfad>\Secrets\oauth-client-secret.bin
Wird nur die EXE mit ihrer Konfigurationsdatei, aber ohne die Datenunterordner kopiert, müssen das gemeinsame SMTP/POP3-Kennwort und das OAuth-Client-Secret am neuen Speicherort erneut eingegeben werden. Dasselbe gilt nach einer Änderung des Datenpfads oder eines eigenen Secret-Dateipfads, wenn am neuen Ziel noch keine verschlüsselte Datei vorhanden ist.
Die Oberfläche prüft dies vor dem Speichern und nennt den fehlenden Zielpfad. Bereits ausgefüllte Einstellungen bleiben dabei zur Korrektur erhalten.
Die Verschlüsselung ist an den Windows-Computer gebunden. Beim Umzug auf einen anderen Computer müssen die beiden Geheimnisse daher auch dann neu eingegeben werden, wenn die verschlüsselten Dateien mitkopiert wurden.
Verhalten beim ersten Start
Beim ersten Start öffnet sich die grafische Oberfläche. Da noch keine Zugangsdaten hinterlegt sind, kann die lokale Instanz zunächst einen Konfigurationsfehler anzeigen. Bestätigen Sie diese Meldung und tragen Sie anschließend unter Einstellungen die benötigten Werte ein.
Die Oberfläche besteht aus drei Bereichen:
- Übersicht: Status der lokalen Instanz und des Windows-Dienstes sowie die verwendeten Endpunkte und Pfade
- Einstellungen: Konfiguration von Allgemein, POP3, SMTP, Microsoft Graph und Mail-Steuerfeldern
- Live-Protokoll: Laufende Diagnosemeldungen mit farblicher Kennzeichnung
Konfiguration
Registerkarte Allgemein
| Feld | Beschreibung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Datenpfad | Ablageort für Warteschlange, Protokolle, POP3-Status und Geheimnisse | Leer lassen, um den Programmordner zu verwenden |
| Warteschlange prüfen | Abstand zwischen zwei Prüfungen der Versandwarteschlange | 10 Sekunden |
| Maximale Versandversuche | Höchstzahl der Versuche vor dem Verschieben nach DeadLetter |
50 |
| Verbindungs-Timeout | Maximale Dauer einer Verbindung zu Microsoft 365 | 30 Sekunden |
| Maximale Wartezeit beim Beenden | Zeit für aktive SMTP-/POP3-Sitzungen zum sauberen Abschluss | 30 Sekunden |
| Ausführliche Debugprotokollierung | Schreibt zusätzliche Diagnoseinformationen | Nur zur Fehlersuche aktivieren |
Bei leerem Datenpfad verwendet die Anwendung folgende Ordner:
<Programmordner>
├── Logs
├── Pop3State
├── Queue
├── Secrets
├── Users
└── Actions
Ein abweichender lokaler Pfad oder UNC-Pfad kann angegeben werden. Das Konto des
Windows-Dienstes benötigt dort die erforderlichen Zugriffsrechte. Bei einem
UNC-Pfad benötigt das Computerkonto des Connector-Computers, beispielsweise
FIRMA\MAILSERVER$, passende Freigabe- und NTFS-Rechte am Zielserver. Außerdem
müssen Netzwerkverbindung und Namensauflösung bereits beim Start des
Windows-Dienstes verfügbar sein. Ein lokaler Datenpfad ist für einen besonders
ausfallsicheren Betrieb vorzuziehen.
Registerkarte SMTP
| Feld | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| SMTP-Adresse | Lokale IP-Adresse, auf der SMTP angenommen wird | 127.0.0.1 |
| SMTP-Port | Port für die ältere Anwendung | 2525 |
| Erlaubte Client-IP-Adressen | Geräte, die den Connector verwenden dürfen | 127.0.0.1,::1 |
| SMTP-Benutzername | Gemeinsamer lokaler Benutzername | alte-anwendung |
| Gemeinsames SMTP/POP3-Kennwort | Gemeinsames lokales Kennwort | Sicheres, eigenes Kennwort |
| Kennwortdatei | Optionaler abweichender Speicherort | Leer lassen |
| SMTP STARTTLS erzwingen | Erfordert eine verschlüsselte Verbindung vor der Anmeldung | Für LAN-Zugriffe aktivieren |
| TLS-Zertifikat-Thumbprint | Fingerabdruck des Windows-Zertifikats | Nur bei STARTTLS erforderlich |
| Erlaubte Absender | Vollständige Adressen erlaubter Absendepostfächer | rechnung@firma.at |
| Erlaubte Absender-Domains | Alternative Freigabe einer vollständigen Domain | firma.at |
| Maximale Nachrichtengröße | Grenze der kompletten SMTP-/MIME-Nachricht in Byte | 26214400 |
| Maximale Empfänger | Höchstzahl der Empfänger pro Nachricht | 100 |
Mehrere Werte werden mit Komma oder Semikolon getrennt.
Wichtig: Sobald mindestens eine vollständige Adresse unter Erlaubte Absender eingetragen ist, wird ausschließlich diese Adressliste verwendet. Die Domainfreigabe dient nur als Alternative, wenn die Adressliste leer ist.
Registerkarte POP3
| Feld | Beschreibung | Empfehlung |
|---|---|---|
| POP3 aktivieren | Schaltet den POP3-Endpunkt ein | Nur bei benötigtem Mailabruf aktivieren |
| POP3-Adresse | Lokale IP-Adresse, auf der POP3 angenommen wird | 127.0.0.1 |
| POP3-Port | Port für den alten Mailclient | 2110 |
| Erlaubte POP3-Postfächer | Vollständige Adressen einzelner Postfächer | eingang@firma.at |
| Erlaubte POP3-Domains | Erlaubt alle Postfächer einer Domain | firma.at |
| POP3 STLS erzwingen | Erfordert Verschlüsselung vor der Anmeldung | Für LAN-Zugriffe aktivieren |
| Maximale Nachrichten | Höchstzahl der noch nicht übertragenen Nachrichten pro Anmeldung | 1000 |
| Maximale POP3-Mailgröße | Maximale MIME-Größe einer Nachricht in Byte | 52428800 |
| Nach RETR als gelesen markieren | Markiert vollständig abgerufene Nachrichten in Outlook als gelesen | Nach Bedarf |
| Übertragene Nachrichten bei QUIT löschen | Löscht erfolgreich übertragene Nachrichten nach sauberem Sitzungsende | Nur nach bewusster Entscheidung aktivieren |
Der POP3-Benutzername ist immer die vollständige Mailadresse des gewünschten Postfachs. Für nicht verwaltete, über die Freigabelisten erlaubte Postfächer wird das gemeinsame lokale SMTP/POP3-Kennwort verwendet. Das persönliche Microsoft-365-Kennwort ist dafür nicht erforderlich.
Über POP3-/SMTP-Benutzer verwalten können zusätzlich eigene Konten angelegt werden. Für ein dort vorhandenes Konto ist bei POP3 immer dessen individuelles Kennwort erforderlich. Das gemeinsame Kennwort wird für dieses Konto nicht mehr akzeptiert. Nicht eigens angelegte Postfächer können weiterhin über die Postfach- oder Domainfreigabe und das gemeinsame Kennwort verwendet werden.
Für jedes verwaltete Konto stehen folgende Optionen zur Verfügung:
| Option | Bedeutung |
|---|---|
| Benutzer / Mailadresse | Vollständige Mailadresse und POP3-Benutzername |
| Kennwort | Lokales Kennwort für POP3 und SMTP AUTH; kein Microsoft-365-Kennwort |
| Exchange-Online-Abruf | Lädt den Posteingang zusätzlich über Microsoft Graph |
| Konto gesperrt | Verhindert POP3- und SMTP-Anmeldungen dieses Kontos |
Beim Bearbeiten eines Kontos zeigen acht Sternchen an, dass bereits ein Kennwort gespeichert ist. Bleibt dieser Platzhalter unverändert, wird das bisherige Kennwort beibehalten.
Ein verwaltetes Konto darf sein eigenes Postfach auch als SMTP-Absender verwenden. Die bisherigen gemeinsamen SMTP-Zugangsdaten und Absenderfreigaben bleiben parallel bestehen. Änderungen in der Benutzerverwaltung werden von einer laufenden Instanz automatisch übernommen. SMTP, POP3 und das Live-Protokoll werden beim Öffnen oder Schließen der Benutzerverwaltung nicht gestoppt. Eine Änderung gilt für die nächste Anmeldung; eine bereits authentifizierte Verbindung läuft regulär bis zu ihrem Ende weiter.
Ein Postfach ist erlaubt, wenn entweder seine vollständige Adresse oder seine
Domain freigegeben ist. Eine Domain wird ohne @ eingetragen. Die Freigabe von
firma.at schließt tochter.firma.at nicht automatisch ein.
Sicherheitshinweis: Eine Domainfreigabe erlaubt jedem berechtigten Client, mit dem gemeinsamen Kennwort auf alle Postfächer dieser Domain zuzugreifen, soweit auch die Microsoft-365-App Zugriff besitzt. Einzelne Postfachfreigaben sind daher vorzuziehen.
Registerkarte Mail-Steuerfelder
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Mail-Steuerfelder auswerten | Aktiviert oder deaktiviert die Funktion global |
| Ausgabeordner für INI-Dateien | Zielordner; leer verwendet <Datenpfad>\Actions\Pending |
| Nachgelagertes Programm | Optionales Programm, das nach dem Erstellen einer INI-Datei gestartet wird |
Steuerfelder können im Betreff oder Nachrichtentext in folgender Form stehen:
[[AUFTRAG=4711]]
[[KUNDENNUMMER=10025]]
[[AKTION=LieferscheinDrucken]]
Ein Name beginnt mit einem Buchstaben und darf anschließend Buchstaben, Zahlen, Punkt, Bindestrich und Unterstrich enthalten. Jede angenommene Mail mit mindestens einem erkannten Steuerfeld erzeugt eine eigene UTF-8-kodierte INI-Datei:
[Message]
QueueId=7d7e5f...
CreatedUtc=2026-09-03T10:15:30.0000000Z
Sender=versand@firma.at
Recipients=empfaenger@firma.at
Subject=Auftrag 4711
MessageId=<beispiel@firma.at>
MimeDate=2026-09-03T12:15:00.0000000+02:00
ControlCount=3
[Variables]
AUFTRAG=4711
KUNDENNUMMER=10025
AKTION=LieferscheinDrucken
Ist ein nachgelagertes Programm hinterlegt, wird es nach erfolgreicher INI-Erstellung gestartet. Als erstes Argument erhält es den vollständigen Pfad der INI-Datei. Werte aus der Mail werden nicht als Befehlszeile ausgeführt. Bei einem eigenen Ausgabeordner muss das Konto des Windows-Dienstes dort Änderungsrechte besitzen.
Sicherheitshinweis: Inhalte eingehender Mails sind nicht vertrauenswürdig. Das nachgelagerte Programm muss erlaubte Aktionen und Werte selbst prüfen. Es sollte eine INI-Datei erst nach erfolgreicher Verarbeitung entfernen oder in einen eigenen Archivordner verschieben.
Registerkarte Microsoft Graph
| Feld | Beschreibung | Wert |
|---|---|---|
| Tenant-ID | Verzeichnis-ID aus der App-Registrierung | Mandantenspezifische GUID |
| Client-ID | Anwendungs-ID aus der App-Registrierung | Anwendungsspezifische GUID |
| Client Secret | Secret-Wert aus Microsoft Entra ID | Vertraulich behandeln |
| Secret-Datei | Optionaler abweichender Speicherort | Leer lassen |
| Graph-Basisadresse | Microsoft-Graph-Endpunkt | https://graph.microsoft.com/v1.0 |
| OAuth-Scope | OAuth2-Berechtigungsbereich | https://graph.microsoft.com/.default |
Kennwort und Client Secret werden verschlüsselt für den lokalen Computer
gespeichert. Nach dem Speichern zeigt die Oberfläche ******** an. Dies
bedeutet, dass bereits ein Wert vorhanden ist. Der Platzhalter wird nicht als
Kennwort gespeichert.
Einstellungen speichern
- Tragen Sie alle erforderlichen Werte ein.
- Wählen Sie Speichern.
- Die Anwendung schreibt die Eingaben dauerhaft in
SMTPAuth365Connector.settings.config. - Anschließend wird die vollständige Konfiguration geprüft.
- Fehler bei dieser Prüfung werden als Warnung angezeigt, setzen die gespeicherten Eingaben jedoch nicht zurück.
- Korrigieren Sie den genannten Wert und speichern Sie erneut.
Die dauerhafte Einstellungsdatei liegt neben der EXE und wird nicht aus der
Programmvorlage neu erzeugt. Dadurch bleiben Einstellungen bei einem erneuten
Build oder einem Update im selben Programmordner erhalten. Eine vorhandene
SMTPAuth365Connector.settings.config darf beim Aktualisieren nicht gelöscht
oder durch eine leere Datei ersetzt werden.
Läuft der Windows-Dienst bereits, übernimmt er Änderungen erst nach einem Neustart über Übersicht → Dienst neu starten.
Netzwerkbetrieb und TLS
Anwendung und Connector auf demselben Computer
Verwenden Sie vorzugsweise:
Adresse: 127.0.0.1
Erlaubte Client-IP-Adressen: 127.0.0.1,::1
Damit sind SMTP und POP3 nur lokal erreichbar.
Zugriff aus dem lokalen Netzwerk
Für den Zugriff von einem anderen Computer:
- Stellen Sie die gewünschte Listen-Adresse auf
0.0.0.0oder auf eine konkrete lokale IP-Adresse. - Tragen Sie ausschließlich die benötigten Client-IP-Adressen ein.
- Erstellen Sie passende eingehende Regeln in der Windows-Firewall.
- Aktivieren Sie STARTTLS beziehungsweise STLS.
- Hinterlegen Sie den Thumbprint eines geeigneten Zertifikats.
Das Zertifikat muss einschließlich privatem Schlüssel im Zertifikatsspeicher
Lokaler Computer\Persönlich vorhanden sein. Das Dienstkonto NETWORK SERVICE
benötigt Leserechte auf den privaten Schlüssel.
Unterstützt werden SMTP STARTTLS und POP3 STLS. Implizites SMTPS auf Port 465 und implizites POP3S werden nicht unterstützt.
Wichtig: Stellen Sie die SMTP- und POP3-Ports niemals öffentlich im Internet bereit.
Windows-Dienst einrichten
- Prüfen Sie zunächst über Lokalen Proxy starten, ob die Konfiguration fehlerfrei ist.
- Beenden Sie eine laufende lokale Instanz bei Bedarf.
- Wählen Sie unter Übersicht die Aktion Dienst installieren.
- Bestätigen Sie die Windows-Administratorabfrage.
- Warten Sie auf die Meldung, dass der Dienst installiert und gestartet wurde.
Die Installation erfolgt direkt durch die Anwendung. Es werden keine externen
Installationsskripte benötigt. Der Dienst startet automatisch mit Windows und
läuft unter dem Konto NETWORK SERVICE.
Wenn der Dienst läuft, startet die Oberfläche keine zweite lokale Instanz auf denselben Ports. Status und Live-Protokoll können trotzdem angezeigt werden.
Kontrolliertes Beenden des Dienstes
Beim Stoppen oder Neustarten beendet der Connector nicht sofort alle Clientverbindungen:
- SMTP und POP3 nehmen keine neuen Verbindungen mehr an.
- Bereits aktive Sitzungen dürfen ihre laufende Übertragung und die Abmeldung regulär abschließen.
- Sobald keine aktiven Clientverbindungen mehr vorhanden sind, wird der Dienst unmittelbar beendet.
- Sind nach Ablauf der unter Maximale Wartezeit beim Beenden eingestellten Zeit weiterhin Verbindungen aktiv, werden diese getrennt und der Dienst wird beendet.
Das Zeitlimit gilt gemeinsam für SMTP und POP3 und kann zwischen 5 und 300 Sekunden eingestellt werden. Der Standardwert beträgt 30 Sekunden. Beginn, Wartezustand und ein gegebenenfalls erreichtes Zeitlimit werden protokolliert.
Alte Anwendung konfigurieren
SMTP-Versand
| Einstellung im alten Programm | Wert |
|---|---|
| SMTP-Server | IP-Adresse oder DNS-Name des Connector-Computers |
| SMTP-Port | Standardmäßig 2525 |
| Authentifizierung | SMTP AUTH LOGIN oder PLAIN |
| Benutzername | Gemeinsamer SMTP-Benutzer oder verwaltete Mailadresse |
| Kennwort | Gemeinsames Kennwort beziehungsweise individuelles Benutzerkennwort |
| Verschlüsselung | STARTTLS entsprechend der Connector-Konfiguration |
Die Mail muss genau eine gültige From:-Adresse enthalten. Diese Adresse
bestimmt das Microsoft-365-Absendepostfach und muss im Connector erlaubt sein.
From: rechnung@firma.at
→ Versand über das Postfach rechnung@firma.at
→ Ablage in Gesendete Elemente von rechnung@firma.at
POP3-Abruf
| Einstellung im alten Mailclient | Wert |
|---|---|
| POP3-Server | IP-Adresse oder DNS-Name des Connector-Computers |
| POP3-Port | Standardmäßig 2110 |
| Benutzername | Vollständige Microsoft-365-Mailadresse |
| Kennwort | Individuelles Benutzerkennwort, andernfalls gemeinsames Kennwort |
| Verschlüsselung | STLS entsprechend der Connector-Konfiguration |
Falls ein alter Client ausschließlich Port 110 unterstützt, kann der POP3-Port
auf 110 geändert werden. Prüfen Sie vorher, ob dieser Port bereits verwendet
wird und ob für das Binden des Ports ausreichende Rechte vorhanden sind.
Verhalten des POP3-Abrufs
- Zuerst werden lokale, dauerhaft unzustellbare Ausgangsmails des angemeldeten Benutzers geprüft.
- Sind solche lokalen Nachrichten vorhanden, werden in dieser Anmeldung nur diese Nachrichten angeboten. Microsoft 365 wird dabei nicht abgefragt.
- Der Betreff erhält beim Abruf das Präfix
Unzustellbar:. Der technische Versandfehler wird zusätzlich im Mail-HeaderX-SMTPAuth365Connector-Delivery-Errormitgegeben. - Nach vollständigem
RETRund einem sauberenQUITwird die lokale Nachricht ausDeadLetterentfernt. Bei einem Verbindungsabbruch bleibt sie für den nächsten Abruf erhalten. - Sind keine lokalen unzustellbaren Nachrichten vorhanden und ist der Exchange-Online-Abruf für das Konto aktiv, wird der Posteingang über Microsoft Graph geladen.
- Ist der Exchange-Online-Abruf für das Konto deaktiviert, dient POP3 ausschließlich zur Rückgabe lokaler unzustellbarer Nachrichten.
- Bereits erfolgreich übertragene Nachrichten werden zuerst anhand ihrer UIDL ausgefiltert. Das Nachrichtenlimit wird erst danach angewendet.
- Bei einem Limit von
10werden daher bis zu zehn noch nicht übertragene Nachrichten angeboten. Sind die neuesten Nachrichten bereits übertragen, rücken ältere, noch nicht übertragene Nachrichten nach. - Pro Postfach ist gleichzeitig nur eine POP3-Sitzung zulässig.
- Neue Nachrichten erscheinen bei der nächsten POP3-Anmeldung.
RETRüberträgt den originalen MIME-Inhalt der Nachricht.TOPliefert nur den gewünschten Teil und gilt nicht als vollständiger Abruf.UIDLverwendet stabile Nachrichtenkennungen.- Optional wird eine vollständig abgerufene Nachricht als gelesen markiert.
- Im Modus nicht löschen bleiben Nachrichten in Microsoft 365 erhalten und werden nach erfolgreichem Abruf lokal als bereits übertragen vermerkt.
- Im Löschmodus werden Nachrichten erst bei einem sauberen
QUITgelöscht. - Ein Verbindungsabbruch vor
QUITführt im Löschmodus nicht zur Löschung. RSEThebt Löschvormerkungen der aktuellen Sitzung auf.
Der lokale Übertragungsstatus befindet sich standardmäßig unter:
<Programmordner>\Pop3State
Löschen Sie diesen Ordner nicht unbedacht. Andernfalls können bereits übertragene und in Microsoft 365 belassene Nachrichten erneut angeboten werden.
Nachrichtengröße und Anhänge
Die Standardgrenze für die vollständige SMTP-Nachricht beträgt 25 MiB. Dazu gehören Nachrichtentext, MIME-Kopfzeilen, Anhänge und die durch Base64 entstehende Vergrößerung.
Der Connector wählt den Versandweg automatisch:
- Kleine Nachrichten werden direkt als MIME-Nachricht versendet.
- Große Nachrichten werden als Entwurf angelegt.
- Große Anhänge werden blockweise über eine Microsoft-Graph-Upload-Sitzung übertragen.
- Nach erfolgreichem Upload wird der Entwurf versendet.
- Bei einem Fehler startet der nächste Warteschlangenversuch den Vorgang neu.
Zusätzlich gelten immer die Größen- und Empfängergrenzen von Exchange Online und des betreffenden Postfachs.
Microsoft-Dokumentation zu großen Anhängen
Warteschlange und Wiederholungsversuche
Eine SMTP-Nachricht wird zunächst dauerhaft in der lokalen Warteschlange gespeichert. Erst danach bestätigt der Connector die Annahme gegenüber der alten Anwendung.
<Datenpfad>\Queue
├── Incoming
├── Pending
└── DeadLetter
| Ordner | Bedeutung |
|---|---|
Incoming |
Nachricht wird gerade übernommen |
Pending |
Nachricht wartet auf Versand oder einen erneuten Versuch |
DeadLetter |
Nachricht konnte dauerhaft nicht versendet werden |
Bei vorübergehenden Fehlern versucht der Connector den Versand erneut. Von Microsoft Graph vorgegebene Wartezeiten werden berücksichtigt. Ohne eine solche Vorgabe wird der Abstand schrittweise erhöht. Unerwartete Fehler werden standardmäßig nach einer Minute erneut versucht.
Nach Erreichen der maximalen Versuchszahl wird die Nachricht nach DeadLetter
verschoben. Beim nächsten POP3-Abruf des Absenders wird sie als lokale
Unzustellbarkeit angeboten. Dabei wird in derselben Sitzung nicht zusätzlich der
Microsoft-365-Posteingang abgefragt. Der Ordner und das Protokoll sollten
dennoch regelmäßig überwacht werden.
Hinweis: In einem seltenen Grenzfall kann eine Nachricht doppelt versendet werden, wenn Microsoft 365 die Nachricht angenommen hat, die Bestätigung den Connector aber nicht mehr erreicht.
Protokollierung
Das Live-Protokoll befindet sich in der Oberfläche unter Live-Protokoll. Die Protokolldateien liegen zusätzlich unter:
<Datenpfad>\Logs
Das Protokoll enthält unter anderem:
- Start und Ende des Connectors
- Angenommene und abgewiesene Verbindungen
- Versandstatus und Warteschlangen-ID
- POP3-Anmeldungen und Abrufstatus
- OAuth2- und Microsoft-Graph-Fehler
- Wiederholungsversuche und Dead-Letter-Vorgänge
Der bereinigte SMTP- und POP3-Dialog wird immer aufgezeichnet. Er ist nicht von
der Einstellung Ausführliche Debugprotokollierung abhängig. C:
kennzeichnet Befehle des Clients, S: die Antworten des Connectors. Eine kurze
Sitzungskennung verbindet zusammengehörige Zeilen auch bei mehreren
gleichzeitigen Verbindungen:
[PROTOCOL] SMTP[a1b2c3d4] C: EHLO altsystem
[PROTOCOL] SMTP[a1b2c3d4] C: AUTH LOGIN <Anmeldedaten ausgeblendet>
[PROTOCOL] SMTP[a1b2c3d4] S: 235 2.7.0 Authentication successful
[PROTOCOL] SMTP[a1b2c3d4] C: <DATA-Inhalt ausgeblendet; 18425 Bytes>
[PROTOCOL] POP3[e5f6a7b8] C: USER postfach@firma.at
[PROTOCOL] POP3[e5f6a7b8] C: PASS <Kennwort ausgeblendet>
[PROTOCOL] POP3[e5f6a7b8] S: +OK 3 messages
Folgende Inhalte werden niemals in das Protokoll übernommen:
- Kennwörter hinter
PASS - Base64-Anmeldedaten von SMTP
AUTH LOGINundAUTH PLAIN - OAuth2-Tokens und Client Secrets
- SMTP-Nachrichteninhalt nach
DATA - über POP3 übertragener MIME-Nachrichteninhalt
- Argumente unbekannter SMTP- oder POP3-Erweiterungsbefehle
Bei POP3-Kommandos wie LIST und UIDL werden die normalen Serverzeilen
mitgeführt. Bei großen Postfächern können die täglichen Protokolldateien deshalb
deutlich wachsen und sollten hinsichtlich Speicherverbrauch überwacht werden.
Der Debugmodus ergänzt unabhängig davon weitere technische Diagnoseinformationen. Kennwörter, Client Secrets, OAuth-Tokens und Nachrichtentexte werden auch dort nicht protokolliert. Aktivieren Sie den Debugmodus nur während der Fehlersuche und deaktivieren Sie ihn danach wieder.
Microsoft-Graph-Aktivitäten
Die wichtigsten Microsoft-Graph-Aktionen werden unabhängig vom Debugmodus mit
der Stufe [GRAPH] protokolliert. Damit ist erkennbar, ob der Connector gerade
sendet, den Posteingang auflistet oder eine Nachricht für POP3 abruft.
Beim Versand enthält das Protokoll unter anderem:
- Queue-ID und verwendetes Absendepostfach
- Anzahl der Empfänger und MIME-Gesamtgröße, jedoch keine Empfängeradressen
- gewählter Versandweg: direkt oder über Entwurf und Upload-Sitzung
- Anzahl und Gesamtgröße der Anhänge, jedoch keine Dateinamen oder Inhalte
- Fortschritt großer Anhänge pro Datenblock
- verkürzte Graph-Nachrichtenkennung und HTTP-Status
Beim POP3-Abruf enthält es unter anderem:
- abgefragtes Postfach und eingestelltes Nachrichtenlimit
- Nummer und Größe jeder abgerufenen Posteingangsseite
- Anzahl geprüfter, bereits übertragener und angebotener Nachrichten
- Beginn und Ende eines MIME-Abrufs einschließlich Byteanzahl
- Markierung als gelesen oder Löschung über Microsoft Graph
- Hinweis, wenn Graph wegen lokaler Unzustellbarkeiten oder einer Benutzereinstellung bewusst nicht abgefragt wird
Auch die Anforderung eines OAuth2-Access-Tokens wird mit HTTP-Status und Gültigkeitsende protokolliert. Das Token selbst, Client Secret, Mailbetreff, Nachrichtentext, Anhanginhalte und Empfängeradressen werden nicht ausgegeben.
[GRAPH] Versand startet; Queue-ID=...; Postfach=versand@firma.at; Empfänger=2; MIME-Bytes=18425
[GRAPH] Direkter Versand beantwortet; Queue-ID=...; Postfach=versand@firma.at; HTTP=202
[GRAPH] POP3-Abruf startet; Postfach=einkauf@firma.at; maximales Angebot=100
[GRAPH] POP3-Abrufliste fertig; Postfach=einkauf@firma.at; geprüft=12; bereits übertragen=9; angeboten=3
Funktionstest
SMTP testen
Im Programmordner befindet sich das Testskript Test-SmtpProxy.ps1.
.\Test-SmtpProxy.ps1 `
-From "rechnung@firma.at" `
-To "empfaenger@firma.at"
Test mit Anhang:
.\Test-SmtpProxy.ps1 `
-From "rechnung@firma.at" `
-To "empfaenger@firma.at" `
-AttachmentPath "C:\Temp\Test.pdf"
Kontrollieren Sie anschließend:
- Die Meldung im Live-Protokoll.
- Den Eingang beim Empfänger.
- Den Ordner Gesendete Elemente des verwendeten Absendepostfachs.
POP3 testen
Im Programmordner befindet sich das Testskript Test-Pop3Proxy.ps1.
.\Test-Pop3Proxy.ps1 -Mailbox "eingang@firma.at"
Das Skript zeigt den Postfachstatus und die UIDL-Liste an. Es ruft keine Nachricht vollständig ab und löscht keine Nachricht.
Fehlerbehebung
Lokale Instanz startet nicht
Prüfen Sie:
- Sind Tenant-ID, Client-ID, Benutzername und erlaubte Absender ausgefüllt?
- Wurden das gemeinsame Kennwort und das Client Secret gespeichert?
- Ist der SMTP- oder POP3-Port bereits durch einen anderen Prozess belegt?
- Ist bei aktiviertem TLS ein gültiger Zertifikat-Thumbprint hinterlegt?
- Besitzt die Anwendung Zugriff auf den Datenpfad?
Öffnen Sie anschließend das Live-Protokoll und aktivieren Sie bei Bedarf vorübergehend den Debugmodus.
Verschlüsselte Kennwort- oder Secret-Datei wurde nicht gefunden
Öffnen Sie die Einstellungen und geben Sie je nach Meldung das gemeinsame SMTP/POP3-Kennwort oder das OAuth-Client-Secret erneut ein. Kontrollieren Sie außerdem den in der Meldung angegebenen Daten- beziehungsweise Secret-Pfad. Der Wert kann nicht aus der Konfigurationsdatei rekonstruiert werden.
Windows-Dienst startet nicht
Prüfen Sie zusätzlich:
- Befindet sich die EXE noch im Ordner, aus dem der Dienst installiert wurde?
- Ist
SMTPAuth365Connector.settings.configweiterhin neben der EXE vorhanden? - Besitzt
NETWORK SERVICEZugriff auf Programm- und Datenpfad? - Ist ein konfigurierter UNC-Pfad beim Systemstart erreichbar?
- Kann der Computer die Microsoft-Endpunkte über HTTPS erreichen?
OAuth2-Anmeldung schlägt fehl
Typische Ursachen sind:
- falsche Tenant-ID
- falsche Client-ID
- abgelaufenes oder falsch eingetragenes Client Secret
- fehlende Administratorzustimmung
- blockierter Zugriff auf
login.microsoftonline.com
Erstellen Sie bei einem abgelaufenen Secret ein neues Secret in Microsoft Entra ID und speichern Sie den neuen Wert anschließend in der Oberfläche.
Microsoft Graph antwortet mit 403 Forbidden
Prüfen Sie:
- Sind
Mail.SendundMail.ReadWriteals Anwendungsberechtigungen vorhanden? - Wurde die Administratorzustimmung erteilt?
- Enthält ein verwendeter Exchange-RBAC-Bereich das betroffene Postfach?
- Existiert das Absendepostfach und ist es für den Versand geeignet?
POP3 meldet „mailbox is temporarily unavailable“
Prüfen Sie:
- Ist die vollständige Postfachadresse oder deren Domain erlaubt?
- Kann Microsoft Graph das Postfach öffnen?
- Ist bereits eine andere POP3-Sitzung für dasselbe Postfach aktiv?
- Besitzt die Entra-Anwendung
Mail.ReadWritefür dieses Postfach? - Ist das gemeinsame lokale Kennwort korrekt?
Bei einem Konto aus der Benutzerverwaltung prüfen Sie zusätzlich das individuelle Kennwort, den Kontostatus und die Option Exchange-Online-Abruf.
Die konkrete Microsoft-Graph-Fehlermeldung steht im Live-Protokoll.
Nachricht bleibt in Pending
Der Connector versucht vorübergehend fehlgeschlagene Nachrichten automatisch erneut zu senden. Prüfen Sie im Protokoll den letzten Fehler und die Warteschlangen-ID. Bei einem dauerhaften Fehler müssen Absenderfreigabe, Microsoft-365-Berechtigungen, Nachrichtengröße und Empfänger geprüft werden.
Nachricht liegt in DeadLetter
Beheben Sie zuerst die im Protokoll angegebene Ursache. Verschieben oder
verarbeiten Sie die Dateien im Ordner DeadLetter nur nach Rücksprache mit dem
zuständigen Support, damit keine Nachricht beschädigt oder doppelt versendet
wird.
Betrieb und Wartung
- Überwachen Sie regelmäßig das Live-Protokoll und den Ordner
DeadLetter. - Kontrollieren Sie den freien Speicherplatz des Datenpfads.
- Sichern Sie Konfiguration, Warteschlange, POP3-Status und Geheimnisdateien.
- Erneuern Sie das Client Secret rechtzeitig vor dessen Ablauf.
- Prüfen Sie nach Änderungen in Microsoft 365 den SMTP- und POP3-Zugriff.
- Halten Sie die Listen erlaubter IP-Adressen und Postfächer möglichst klein.
- Deaktivieren Sie die Debugprotokollierung nach abgeschlossener Fehlersuche.
Datensicherung
Für eine vollständige Sicherung sollten folgende Daten gemeinsam gesichert werden:
SMTPAuth365Connector.settings.config
<Datenpfad>\Queue
<Datenpfad>\Pop3State
<Datenpfad>\Secrets
<Datenpfad>\Users
<Datenpfad>\Actions
Die Geheimnisdateien sind über Windows DPAPI an den lokalen Computer gebunden. Eine reine Kopie auf einen anderen Computer reicht daher nicht aus. Auf einem neuen Computer müssen das gemeinsame Kennwort und das Client Secret erneut über die Oberfläche gespeichert werden.
Deinstallation
- Starten Sie
SMTPAuth365Connector.exemit Administratorrechten. - Öffnen Sie Übersicht.
- Wählen Sie Dienst deinstallieren.
- Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage und die Windows-Administratorabfrage.
- Prüfen Sie, ob der Dienst als Nicht installiert angezeigt wird.
Die Deinstallation entfernt ausschließlich die Registrierung des Windows-Dienstes. Programmdateien, Konfiguration, Warteschlange, POP3-Status, verschlüsselte Geheimnisse und Protokolle bleiben erhalten und können nach einer abschließenden Datensicherung manuell entfernt werden.
Supportinformationen
Stellen Sie bei einer Supportanfrage möglichst folgende Informationen bereit:
- Zeitpunkt des Fehlers
- betroffene Funktion: SMTP, POP3, OAuth2 oder Dienststart
- verwendetes Absender- beziehungsweise POP3-Postfach
- relevante Meldungen aus dem Live-Protokoll
- aktivierte Netzwerk- und TLS-Einstellungen
- Information, ob der Fehler dauerhaft oder nur zeitweise auftritt
Übermitteln Sie niemals das gemeinsame SMTP/POP3-Kennwort, das Client Secret oder OAuth-Tokens per unverschlüsselter E-Mail.